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Heinz Rudolf Kunze - Der Schwere Mut Lyrics

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  • Waere ich ein Dichter,
  • dann waehlte ich das Schweigen.
  • Waere ich ein Heiliger,
  • dann waehlte ich die Welt.
  • Wie die Dinge liegen,
  • mache ich mir sanft zu eigen,
  • was hinter unsern Augen
  • langsam in die Asche faellt.
  • Waere ich ein Taenzer,
  • dann waehlte ich die Laehmung.
  • Waere ich ein Saenger,
  • dann waehlte ich den Schrei.
  • Bleiben von der Gegenwart
  • wird nichts als die Beschaemung:
  • So ist es gewesen.
  • Ich war hemmungsvoll dabei.
  • Ich denke, also bin ich. Also gut.
  • Mein Lebensmittel ist der schwere Mut.
  • Bin ein Besserwisser,
  • habe Tricks, Tabus, Termine:
  • Aufgehobenes Opfer
  • auf der Schwelle zum Schaffot.
  • Irre durch die Wuesten als Beziehungs-Beduine.
  • Geh an meinem Wechsel auf die Ewigkeit
  • bankrott.
  • Hoffe jeden Glaubenssatz beizeiten zu verraten.
  • Suche und behaupte noch
  • die Moeglichkeit von Glueck.
  • Stopfe Schockoladenherzen in die Automaten.
  • Gebe, was ich geben kann.
  • Und nehme nichts zurueck.
  • Ich pflanze einen Baum in meine Wut.
  • Mein Lebensmittel ist der schwere Mut.
  • Waere ich ein Liebender,
  • dann suchte ich die Eine,
  • die sich an die eigne grosse Endlichkeit verhurt.
  • Waere ich ein Embryo,
  • dann waehlte ich totz allem
  • jetzt und auch in Zukunft
  • immer wieder die Geburt.
  • Ich pflanze einen Baum in meine Wut.
  • Mein Lebensmittel ist der schwere Mut

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